Die besten iPhone-Apps für das Geschäftsleben

Im Jahr 2013, so prognostizieren Marktforscher, werden mehr Smartphones verkauft werden als Notebooks. Diese dem ersten Anschein nach harmlose Aussage hat Folgen für  die Geschäftswelt. Die Art und Weise, wie Mitarbeiter in Unternehmen, die beruflich viel unterwegs sein müssen, künftig arbeiten werden, ändert sich - und kleine Apps, die auf Plattformen wie dem iTunes App-Store oft kostenlos heruntergeladen werden können, werden für die Mitarbeiter zu unentbehrlichen Helferlein werden. Egal, ob sie mobil ein Hotel buchen, per Handy ins Flugzeug einchecken oder ihr CRM-System füttern - in jedem für mobile Mitarbeiter relevanten Unternehmensbereich tüfteln Softwarehersteller aktuell an komfortablen Miniprogrammen. Und das nicht nur für iPhone-Besitzer: Auch für Blackberry-, Android- oder Symbian-Smartphones stehen inzwischen App-Stores mit Tausenden von Anwendungen bereit. Und das Beste daran: Ein Großteil der Apps ist kostenlos erhältlich. Es kostet nur Zeit, die für den eigenen Bedarf passenden Mini-Anwendungen zu recherchieren, immerhin finden sich alleine im iTunes-Appstore rund 85.000 Anwendungen aus 77 Ländern.

ebigo.de hat für Sie recherchiert und eine Vorauswahl der für das mobile Geschäftsleben relevanten Apps bei iTunes vorgenommen.

Mobile Unternehmensanbindung

Jeder, der nicht ständig unterwegs seinen Laptop mitschleppen will, kennt das Problem. Genau, wenn man den Rechner nicht dabei hat, braucht man ganz dringend eine Datei, die nur dort gespeichert ist. Diverse Anwendungen im App-Store von Apple schaffen hier Abhilfe: Mit „TeamViewer“ beispielsweise können Mitarbeiter von unterwegs aus Dateien auf dem heimischen Rechner im Büro einsehen, jedoch nicht bearbeiten. Das App „Memopal“ erlaubt Mitarbeitern von unterwegs aus Zugriff auf Dateien, die in einer Cloud gespeichert wurden. So können beispielsweise Präsentationen, die im Büro fertiggestellt wurden, betrachtet oder weitergeleitet werden.

Einen großen Schritt weiter geht „Quickoffice Mobile Office Suite“, die das iPhone zu einem richtigen Arbeitsgerät macht. Nutzer können neue Word- oder Excel-Dokumente erstellen sowie vorhandene bearbeiten, abspeichern und versenden. Noch besser sein Büro in der Hosentasche hat, wer den ebf.connector des Kölner IT-Unternehmens ebf GmbH nutzt. Die Client-Server-Lösung verbindet das iPhone (aber auch Blackberry und Windows-Mobile-Smartphones) mit IBM Lotus Notes, SAP oder SQL-Datenbanken wie MS-SQL, mySQL oder Oracle.

Eine flexible Datenbank ist Bento: Hier können Unternehmen eigene CRM-Applikationen aufbauen, Aufgaben verwalten oder Formulare zur schnellen Dateneingabe unterwegs erstellen.

Wer schnell ein Dokument an die Zentrale faxen muss, aber kein Faxgerät zur Hand hat, sollte die App „Scanner Pro“ auf sein iPhone laden. Verträge oder andere Dokumente können schnell und einfach fotografiert und dann als PDF verschickt werden. Eine Texterkennungssoftware erlaubt es in der Zentrale sogar, das Dokument in Word weiterzuverarbeiten. Und: die PDFs mit sensiblen Kundendaten können auch mit Passwortschutz verschickt werden.

Praktische Tools für Außendienstler

Wem die Kalender und Notizbuchfunktion von Apple nicht genug hat, sondern mehr Komfort für die Kontaktverwaltung wünscht, kann die App „Pocket Informant“ einer genauen Prüfung unterziehen. Sie bietet zahlreiche Funktionen, wie Kalender, Kontakt- und Aufgabenmanagement um das Geschäfts- und Privatleben auf dem Smartphone zu verwalten und mit dem heimischen Rechner im Büro zu synchronisieren.

Bei der Erfassung von Visitenkarten helfen Apps wie „Bump“ oder „Business Card Reader“. Mithilfe von Bump können iPhone-Nutzer Visitenkarten drahtlos austauschen. Der „Business Card Reader“ hingegen liest das Foto einer Visitenkarte mit einer Texterkennungssoftware aus und überträgt die Infos ins iPhone-Adressbuch.

Die mobile Zeiterfassung übernimmt das App „Reporta“. Mitarbeiter können beim Kunden oder auf dem Rückweg manuell Arbeitsstunden ausgeben oder automatisch per Timer erfassen lassen und diese Zeiten Auftraggebern, Projekten oder Tätigkeiten zuordnen. Die so erfassten Daten lassen sich als Excel-Datei exportieren.

Geschäftsführer, die unterwegs ihre Finanzsituation prüfen wollen, sollten sich „iOutbank“ herunterladen. Damit lassen sich sämtliche Bankfunktionen verschiedener Konten verwalten. Auch an E-Billing haben die Programmierer gedacht. Dienstleister können parallel zu ihrer PDF-Rechnung einen Link zur vorausgefüllten Überweisung auf iOutbank verschicken. Der Rechnungsempfänger kann die Überweisung dann direkt bezahlen - vorausgesetzt, auch er hat iOutbank bei sich installiert.

Ebenfalls praktisch ist das Fotografieren und Einsenden von steuerrelevanten Belegen, die eine App der Online-Plattform Steuerberaten.de anbietet. Auch wenn gegenwärtig nur das von Kollegen wegen seiner günstigen Preise verhasste Konglomerat von Steuerberatern einen solchen Dienst anbietet - andere Steuerberater werden dem Beispiel sicher folgen und ähnliche Lösungen entwickeln.

Gute Reise - dank iPhone App

Auch für Reisen haben Entwickler eine Vielzahl an interessanten Apps entwickelt. Das Hotelbuchungssystem HRS.de beispielsweise ermöglicht per App die mobile Hotelbuchung. Lufthansa stellt mobil bereits die Boardkarte aus. Der „DB Navigator“ der Deutschen Bahn bietet neben einer Fahrplanauskunft auch Informationen über aktuelle Verspätungen, Bus- und U-Bahn-Haltestellen in der Nähe und erlaubt auch gleich die mobile Buchung eines Handy-Tickets.

Wer unterwegs einen Tisch im Restaurant reservieren will, findet bei „Open Table“ neben Restaurantbeschreibung und Preisklasse gleich entsprechende Verfügbarkeiten und kann eine Einladung inklusive Wegbeschreibung an seine Begleiter verschicken. Sprachprobleme in fremden Ländern will der „Jourist Weltübersetzer“ lösen. Die App übersetzt Standardsituationen („Wie ist der Wechselkurs für Euro“) in 23 Sprachen von Arabisch bis Thai.

Wer viel in den USA unterwegs und außerdem ein Fan von Starbucks ist, kann seinen Kaffee inzwischen auch per App mit der „Starbucks Card“ bezahlen. Und wer in Sachen Kulinarischem doch mal etwas Neues ausprobieren möchte, kann sich mit „Ubique“ und Augmented Reality anzeigen lassen, welche Restaurants und Bars in der unmittelbaren Umgebung sind.

In Hamburg begeistert die App „1Touch Taxi“ die Nutzer: Mit der Minianwendung kann man nicht nur per Fingertipp ein Taxi rufen, sondern sich per GPS auch am aktuellen Standort orten lassen. Die Wartezeit auf das Handy versüßt eine weitere Funktion, die anhand einer Straßenkarte genau anzeigt, welchen Weg das gerufene Taxi zum Passagier nimmt. Nach der Fahrt können Fahrer und Fahrzeug bewertet werden.

Vielflieger kommen um das App „Flight Track - Live Flight Status Tracker“ kaum herum. Dieses verrät, an welchem Gate der Flieger startet und wie viele Minuten er gegebenenfalls verspätet ist. Wird ein Flug verpasst, kann man sich alternative Transportmöglichkeiten anzeigen lassen. Eine Übersicht über sämtliche gebuchten Reiseleistungen erlaubt die App „Tripit“: Hier können sämtliche gebuchten Flüge, Registrierungsnummern für Mietwägen sowie Wegbeschreibungen zu reservierten Hotels oder Restaurants abgerufen werden.

Doppelte Wege vermeidet die App „Omnifocus“: Eigentlich ist sie nur eine To-Do-Liste, doch über GPS kann sie alle Einträge zu Aufgaben sortieren und nur die anzeigen, die sich innerhalb der näheren Umgebung erledigen lassen.

Und wer immer wieder Post aus Flensburg bekommt, freut sich über den Blitzerwarner „Radalert“ vom Mietwagenverleiher Sixt. Per GPS wird die Position des Fahrers ermittelt. Nähert sich dieser einem Blitzer, wird Alarm geschlagen.