Markt für Spiele-Apps wächst um 26 Prozent

Berlin | 13.09.2017 | Im zehnten Jahr des iPhones sind Games für Smartphones eine Erfolgsgeschichte
Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht Umsatz im ersten Halbjahr 2017 in Deutschland auf 262 Mio. Euro gewachsen (Bild: BIU/GfK)

Auch zehn Jahre nach Einführung des ersten iPhones von Apple und der damit beginnenden Erfolgsgeschichte von Spiele-Apps wächst der Markt mit Games für Smartphones und Tablets weiter:

Im ersten Halbjahr 2017 wuchs der Umsatz mit Spiele-Apps in Deutschland um 26 Prozent auf 262 Millionen Euro. In den ersten sechs Monaten 2016 wurden mit Spiele-Apps noch 208 Millionen Euro umgesetzt. Das gab heute der BIU, der Verband der deutschen Games-Branche, auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts GfK bekannt. Vor allem In-App-Käufe treiben das Wachstum an: Der Umsatz mit virtuellen Gütern und Zusatzinhalten, die direkt in den Spielen gekauft werden, betrug im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 254 Millionen Euro. Damit wuchs dieses Segment um rund 28 Prozent. Lediglich 3 Prozent des Umsatzes werden mit dem Kauf von Spiele-Apps erzielt, das entspricht 8 Millionen Euro.

Spiele-Apps: Entwicklung der Mobilgeräte stark beeinflusst

„Die Einführung des Smartphones bedeutete auch den Startschuss für eine großartige Erfolgsgeschichte der Games-Branche: Spiele-Apps, erst für Smartphones und später dann auch für Tablets, haben die Welt im Sturm erobert und die technische Entwicklung der Mobilgeräte maßgeblich beeinflusst. Das Ergebnis ist beeindruckend: Teilweise entfallen mehr als drei Viertel der Umsätze in den App Stores auf Games“, sagt Felix Falk, Geschäftsführer des BIU. „Innerhalb von zehn Jahren ist es selbstverständlich geworden, immer und überall in einer beeindruckenden Qualität spielen zu können. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht, wie der weiterwachsende Markt für Spiele-Apps zeigt. Immer mehr Menschen nutzen Smartphones und Tablets zum Spielen.“

Deutscher Games-Markt wächst um 11 Prozent

Der Markt für Computer- und Videospiele boomt in Deutschland: Im ersten Halbjahr 2017 ist der Umsatz mit Spielen für PC, Spielekonsole, Handheld, Smartphones und Tablets um 11 Prozent auf rund 1,08 Milliarden Euro gewachsen. Mit 509 Millionen Euro wurde rund die Hälfte des Umsatzes (47 Prozent) mit dem Verkauf von digitalen Spielen auf Datenträgern oder per Download erzielt. Das Marktsegment der virtuellen Güter und Zusatzinhalte wuchs auch Anfang 2017 weiter stark und legte um 26 Prozent auf 400 Millionen Euro zu. Der Umsatz mit Abonnements für Spiele ist um knapp 10 Prozent auf 90 Millionen Euro gewachsen. Auch mit Gebühren für Online-Netzwerke wie EA Access, PlayStation Plus und Xbox Live Gold wurde im ersten Halbjahr 2017 mehr verdient: Der Umsatz in diesem Segment stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 51 auf 78 Millionen Euro.

Über die Marktdaten

Die Marktdaten basieren auf Erhebungen des GfK Consumer Panels. Die GfK verwendet Erhebungsmethoden zur Erfassung der Daten des deutschen Marktes für digitale Spiele, die weltweit und qualitativ einmalig sind. Hierzu gehören unter anderem eine für die gesamte deutsche Bevölkerung repräsentative laufende Befragung von 25.000 Konsumenten zu ihren Einkaufs- und Nutzungsgewohnheiten bei digitalen Spielen sowie ein Handelspanel. Die Datenerhebungsmethoden erlauben einen einmaligen Einblick in den deutschen Markt für Computer- und Videospiele.

Quelle: BIU
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