Annette Pehnt gewinnt Kulturpreis Baden-Württemberg

Stuttgart | 11.07.2017 | Freiburger Autorin von Kinder- und Erwachsenenliteratur erhält Auszeichnung
Annette Pehnt gewinnt Kulturpreis (Bild: Baden-Württemberg Stiftung)

Für ihre herausragenden Leistungen in der Literatur erhielt die Schriftstellerin Annette Pehnt am gestrigen Abend den mit 20.000 Euro dotierten Kulturpreis Baden-Württemberg. Einhundert geladene Gäste waren zur feierlichen Preisverleihung in die Stadtbibliothek Stuttgart gekommen. Der Preis wurde in diesem Jahr zum achten Mal verliehen; zum zweiten Mal in der Sparte Literatur. Die Hauptpreisträgerin bedankte sich mit den Worten: „Ich zweifle an allem und jedem, aber nicht am Schreiben, das zu mir gehört – hoffentlich so lange es mich gibt. Beim Schreiben habe ich vieles ausprobiert, mich auch vom Schreibtisch wegbewegt. Dieser Preis bestätigt, dass die Erfüllung des literarischen Auftrags überall stattfinden kann.”

„Mit Annette Pehnt zeichnen wir eine Künstlerpersönlichkeit aus, die in der deutschsprachigen Literatur einen ganz eigenen Ton entwickelt hat. Annette Pehnt greift, zeitgemäß und eindringlich, aktuelle gesellschaftliche Themen wie Mobbing auf und setzt sich auch mit dem Literatur- und Bildungsbetrieb insgesamt auseinander. Den richtigen Ton trifft sie auch für Kinder: Ob „Rabea und Marili“ oder „Der Bärbeiß“ - Pehnt spricht die jungen Leserinnen und Leser unmittelbar an und zeigt, wie spannend und genussvoll Lesen sein kann. Der Kulturpreis ist darüber hinaus auch eine Würdigung ihres Engagements im Bereich kulturelle Bildung für die literarische Szene“, begründet Staatssekretärin Petra Olschowski, Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung Kulturpreis, die Wahl der Hauptpreisträgerin.

Förderpreis für Literaturzeitschrift

Der Förderpreis des Kulturpreises Baden-Württemberg 2017 ging an allmende – Zeitschrift für Literatur. „allmende trägt mit einem breiten Fächer an Themen dazu bei, dass sich Literatur in Zeiten des beschleunigten Wandels einen gesellschaftskritischen Funktionsraum bewahren und gleichzeitig neue Leserschichten erschließen kann: pointiert in ihrer jeweiligen Schwerpunktwahl, ohne Geschichtsverlust experimentierfreudig und dabei beständig die literarischen Traditionen der oberrheinischen Grenzregion bündelnd“, heißt es in der Begründung der Jury.

„Die diesjährigen Preisträger zeigen nicht nur, wie viel künstlerisches Talent wir in unserem Land haben. Sie zeigen, dass Kultur gesellschaftskritisch sein muss und in einer Zeit, wo populistische Strömungen stark zunehmen, Haltung zeigen muss“, erklärte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. Beide Preisträger seien ein Aushängeschild für Baden-Württemberg.

Quelle: bwstiftung.de
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Baden-Württemberg-Stiftung