Höllenritt - Karl-Steinbuch-Stipendiaten mit Computertricks auf der Berlinale 2009

Stuttgart, 06.02.2008 – Auf der Berlinale 2009 präsentieren Matthias Schmidt und der VFX-Supervisor des Films, Csaba Letay, ihren Kurzfilm „Höllenritt“. Der Film erzählt die Geschichte einer Scheidung aus der Perspektive eines kleinen Jungen. Für das Drehbuch erhielten die beiden Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg bereits im Jahr 2007 das Karl-Steinbuch-Stipendium. Die Autoren wurden für die innovative Herangehensweise bei der filmischen Darstellung der Gedankenwelt des Zwölfjährigen mittels Collagen und Computertricks ausgezeichnet. Das Ergebnis überzeugte auch das Programm-Kommitee der Berlinale, das den Film für die Sektion „Perspektive deutsches Kino“ eingeladen hat. Die Uraufführung auf dem renommierten Filmfestival ist eine hohe Auszeichnung für das Projektteam und bestätigt die Förderentscheidungen der Karl-Steinbuch-Jury, die vielversprechende Spitzentalente unter den Bewerbungen erkennt und fördert.

Das von der MFG Stiftung Baden-Württemberg vergebene Karl-Steinbuch-Stipendium fördert kreative und innovative Projekte mit IT- oder Medienbezug aus allen Fachrichtungen, die Studierende neben ihrem Studium durchführen. Die Projekte müssen entweder ein Forschungsziel haben oder einen künstlerischen Wert aufweisen. Neben Projekten aus Informatik und Medienwissenschaften sind insbesondere interdisziplinäre Ideen gefragt, die die beiden Querschnittsbereiche mit anderen Fachwissenschaften verbinden.

Der größte Anteil der geförderten Projekte stammen mit 38 Prozent aus den Bereichen Simulation und Visualisierung. Die Arbeitsgebiete der Informatik und der Computerlinguistik stellen rund ein Viertel der Stipendiaten. Jeweils ein Fünftel der Arbeiten kommen aus den Bereichen Medizin und Bioinformatik oder Film, Kultur, Musik und Design.

Seit Start des Förderprogramms im Jahr 2004 wurden 143 Talente in 99 Projekten mit insgesamt 764.000 Euro unterstützt. Darunter auch der Dokumentarfilmer und Filmakademie-Absolvent Marcel Wehn. Der Karl-Steinbuch-Stipendiat aus dem Jahr 2006 wurde im darauf folgenden Jahr bei der Realisierung seines Abschlussfilmes über Wim Wenders von der MFG Filmförderung maßgeblich unterstützt. Drei Viertel der Stipendiaten haben ihr Projekt auf Veranstaltungen, Kongressen oder Messen präsentiert. Etwa die Hälfte der Stipendiaten entwickelten ihr Projekt im wissenschaftlichen Bereich weiter und 38 Prozent knüpften durch ihr Projekt nachhaltige Kontakte zu Unternehmen und Investoren, so die Ergebnisse einer Stipendiaten-Befragung aus dem Jahr 2007.

Weiterführende Informationen:
www.karl-steinbuch-stipendium.de
www.innovation.mfg.de

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