Weitere Förderrunde für Forschungsprojekte an der Schnittstelle zwischen ITK- und Kreativwirtschaft

Stuttgart | 14.12.2011 | MFG Stiftung Baden-Württemberg startet 2. Ausschreibungsrunde des Karl-Steinbuch-Forschungsprogramms

Noch bis zum 27. Februar 2012 können sich Forscher an baden-württembergischen Hochschulen für eine Förderung durch das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm bewerben. Mit bis zu 70.000 Euro unterstützt die MFG Stiftung Baden-Württemberg damit besonders innovative Forschungsarbeiten, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen der Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK) und den Kreativbereichen beschäftigen.

Was kommt nach automatisierten Moderatoren für Gruppenentscheidungsprozessen, Konfiguratoren für IT-Strategien von Kreativunternehmen und Entscheidungshilfen für Datenbank-Lösungen? Nachdem die MFG Stiftung in ihrer ersten Ausschreibungsrunde des Karl-Steinbuch-Forschungsprogramms diese Arbeiten für eine Förderung ausgewählt hatte, richtet sie diese Frage nun an die Hochschulen im Land. Noch bis zum 27. Februar 2012 können sich Forscher an baden-württembergischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg für die zweite Förderrunde des Karl-Steinbuch-Forschungsprogramms unter www.karl-steinbuch-forschungsprogramm.de bewerben. Angesprochen sind sowohl Akteure aus technischen Disziplinen als auch aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hierfür stellt das Land der MFG Stiftung aus Mitteln der Zukunftsoffensive III für die Jahre 2011 bis 2015 insgesamt 900.000 Euro zur Verfügung. Mit dem Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm unterstützt die MFG Stiftung Wissenschaftler dabei, sich gezielt mit Forschungsfragen zu den Wechselwirkungen zwischen der Informations- und Telekommunikationstechnologie und den Kreativbranchen zu beschäftigen. Durch die erforschten Trends können weitere Wachstumspotenziale im Bereich des ITK-Sektors sowie der Kreativbranche erschlossen werden.

Hochschulen können Profil im Forschungsbereich weiter schärfen

„Ich bin von der Qualität, der Originalität und dem Engagement der Karl-Steinbuch-Stipendiaten überzeugt“, so Jürgen Walter, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. „Mit dem Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm bieten wir Einrichtungen mit starkem Praxisbezug wie den Hochschulen für angewandte Wissenschaften oder der Dualen Hochschule Baden-Württemberg die Möglichkeit, zukunftsträchtige Trendthemen für die ITK- und Kreativbranchen im Land aufzugreifen, um ihr Profil im Forschungsbereich weiter zu schärfen.“ Die große Resonanz auf die erste Ausschreibung zeige dem Land auch, dass hier der Hebel an der richtigen Stelle angelegt wurde, so Walter.

Klaus Haasis, Geschäftsführer der MFG Stiftung Baden-Württemberg, betont: „Neben der monetären Förderung erhalten die Wissenschaftler aber noch weit mehr: Wir bieten ihnen Zugang zu wertvollen Beziehungsnetzwerken, setzen sie und ihre Ergebnisse ins Rampenlicht und entwickeln jetzt schon mit ihnen gemeinsam Folgeprojekte, häufig mit Zielrichtung europäische Förderung.“ Nach Einschätzung von Haasis, der auch Beiratsmitglied des Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm ist, könnten die Projektergebnisse aus dem Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm einen Kulturwandel in der IT-Nutzung auslösen.  

Projekte sollen Konvergenz zwischen IT- und Kreativbranche beleuchten

Auch in der zweiten Ausschreibungsrunde sind Projekte gefragt, die sich mit innovativen Produkten und Dienstleistungen im Kontext der zunehmenden Konvergenz von Branchen und Disziplinen auseinandersetzen. Dabei reicht das Portfolio möglicher Fragestellungen von experimentellen Entwicklungen über die Erforschung neuartiger Modellierungskonzepte bis hin zu empirischen Studien, beispielsweise zur zunehmenden Einbindung der Kunden in die Entwicklung von IT-Dienstleistungen und Produkten. Ein eigens für das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm einberufener Beirat empfiehlt, welche Projekte gefördert werden. Ausschlaggebend für die Auswahl sind neben der Lösungskompetenz des Antragstellers und dem Innovationsgehalt des Projekts auch der Praxisbezug sowie die regionale Bedeutung des Forschungsprojekts. Mit den durch das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm geförderten Projekten sollen Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt FAZIT (www.fazit-forschung.de) sowie die im Rahmen des EU-Projekts CReATE identifizierten ITK-Forschungsfelder für die Kreativwirtschaft aufgegriffen werden. Es ergänzt das bestehende Karl-Steinbuch-Stipendium, mit dem die MFG Stiftung seit 2004 bereits 210 Studierende erfolgreich bei der Umsetzung fachübergreifender IT- und Medienprojekte unterstützt hat.

Weitere Details zum Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm sowie die Bewerbungsunterlagen sind abrufbar unter www.karl-steinbuch-forschungsprogramm.de

Bewerbungsschluss: 27. Februar 2012
Anträge an: forschung@mfg.de

Weiterführende Links

www.karl-steinbuch-forschungsprogramm.de
www.innovation.mfg.de/stiftung
www.karl-steinbuch-stipendium.de


Weiterführende Informationen

MFG Stiftung Baden-Württemberg
Die MFG Stiftung wurde 2003 ins Leben gerufen. Ziel ist Aus- und Weiterbildung sowie Förderung von Kunst, Kreativität und Kultur. Schwerpunkte sind Forschung und Entwicklung in den Bereichen Medien, IT und Film im Rahmen eigener Projekte. Die MFG Stiftung fördert innovative Projekte und Forschungsaktivitäten durch Studien, Stipendienprogramme sowie Wettbewerbe. Darüber hinaus bietet sie neue Fort- und Weiterbildungsangebote an und vernetzt Akteure im Bildungs- und Forschungsbereich.

Karl Steinbuch
Prof. Karl Steinbuch, geb. 1917 in Stuttgart, war ein Informatiker der ersten Stunde. Er studierte Physik an der Technischen Hochschule Stuttgart, an der er 1944 auch promovierte. Nach Kriegsende arbeitete er als Labor- und Entwicklungsleiter. Im Jahr 1958 wurde er als ordentlicher Professor an die Universität Karlsruhe berufen. Dort baute er das Institut für Nachrichten-verarbeitung (heute: Institut für Technik der Informationsverarbeitung - ITIV) auf, das er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1980 leitete. Der Begriff „Informatik“ wurde von Karl Steinbuch geprägt und geht auf seine erste Publikation im Jahr 1957 zurück. Karl Steinbuch hat nicht weniger als 80 Patente angemeldet. Prof. Steinbuch verstarb 2005 im Alter von 87 Jahren.

Fachliche Ansprechpartnerin

MFG Baden-Württemberg mbH
Geschäftsbereich Stiftung
Dr. Andrea Buchholz    
Leiterin Talent- und Forschungsförderung
Breitscheidstr. 4
70174 Stuttgart
Tel: 0711-90715-325
Fax: 0711-90715-350
E-Mail: buchholz@mfg.de
www.innovation.mfg.de/stiftung

Ansprechpartner für die Presse

MFG Baden-Württemberg mbH
Geschäftsbereich Stiftung
Bernd Hertl
Leiter Projektteam Kommunikation / Marketing
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart
Tel.: 0711-90715-316
Fax: 0711-90715-350
E-Mail: hertl@mfg.de 
www.innovation.mfg.de