didacta – die Bildungsmesse 2012 Kongress/Event
Wenn das Mobbing digital wird - Cybermobbing und was man dagegen unternehmen kann
Veranstaltungsdatum
Veranstalter
Veranstaltungsort
30521 Hannover
Mobbing, Beleidigungen und Ausgrenzungen unter Schülern sind nichts Neues. Aber das, was früher auf dem Schulhof oder in der Clique geschah, spielt sich heute vor den Augen der Weltöffentlichkeit ab. Über Internet und Handy werden peinliche oder manipulierte Fotos veröffentlicht, Beleidigungen und falsche Behauptungen gepostet oder es wird auch unter falscher Identität gesurft. Die Täter bleiben dabei weitgehend anonym und die Opfer fühlen sich hilflos.
Mehr als 30 Prozent der Jugendlichen in Deutschland berichten, dass sie schon einmal Opfer von Cybermobbing waren, so das Ergebnis einer Forsa-Studie aus dem vergangenen Jahr. Der bundesweite Vergleich zeigt auch, dass es regionale Unterschiede beim Cybermobbing gibt. In Norddeutschland wurden bereits 38 Prozent der zwischen 14- und 20-Jährigen (das entspricht mehr als 320 000 Betroffenen) Mobbingopfer im Netz. Damit liegen die Jugendlichen aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein im bundesweiten Vergleich an erster Stelle.
16 Prozent der Opfer wurden im Internet oder übers Handy direkt bedroht oder beleidigt – genauso viele litten bereits unter Verleumdungen. Die Internet-Identität jedes Zehnten wurde missbraucht, und rund sieben Prozent wurden Opfer von sozialer Ausgrenzung. Die Folgen dieser Attacken sind dabei vielfältig. Die meisten Betroffenen sind verärgert, viele fühlen sich verletzt oder empfinden Verzweiflung und Hilflosigkeit. Cybermobbing kann dramatische Folgen haben – bis hin zum Suizid.
Diese erschreckende Entwicklung hat viele Akteure auf den Plan gerufen. Projekte wie die EU-Initiative klicksafe oder der Verein Internet-ABC der Landesmedienanstalten sorgen mit Unterrichtsmaterialien, Elternratgebern und Workshops für Aufklärung zu diesem Thema. Das Bundesfamilienministerium hat eigens eine Seite im Internet zu diesem Problem eingerichtet. Und im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes CyberTraining wurde ein speziell für Trainer entwickeltes Manual als E-Book zur Verfügung gestellt, das Kurse für Eltern, Lehrkräfte und Jugendliche zum Thema Cybermobbing anbietet.
Weitere Informationen unter http://www.didacta-hannover.de/.
Programm
14. bis 18. Februar 2012
Kompetenz fördern, Qualifizierung stärken, Orientierung vermitteln: Medienbildung 2.0 Auf der Sonderschau stellt Schulen ans Netz e. V. seine Angebote vor und zeigt die Möglichkeiten der Medienbildung im Zeitalter von Web 2.0 auf.
Halle 14, Stand K23
14. bis 18. Februar 2012
Die Niedersächsische Landesmedienanstalt präsentiert ihre Angebote und Leistungen
Halle 23, Stand E24
14. Februar 2012
Schluss mit Cybermobbing! Das Trainings- und Präventionsprogramm „Surf-Fair“, 13 bis 13.45 Uhr, Convention Center (CC), Saal 18
14. Februar 2012
Handygewalt und Cybermobbing – Maßnahmen zur Gewaltprävention an Schulen, 15 bis 16 Uhr, Referent: Otmar Brandes, LKA Niedersachsen
Halle 15, Stand E60
15. Februar 2012
Erste Hilfe bei Cybermobbing, Podiumsdiskussion mit Dr. jur. Günther Hoegg, Schulrechtsexperte und Lehrer; Marcus Lüpke, Lehrer und Autor; Horst Roselieb, Referatsleiter „Prävention“ im Niedersächsischen Kultusministerium; Jens Wiemken, Medienpädagoge; Moderation Peter E. Kalb, 11 bis 12.15 Uhr,
Halle 16, Stand E24, Forum Bildung
16. Februar 2012
Schule 3.0: digital total? Podiumsdiskussion mit Wulf Homeier, Präsident des Niedersächsischen Landesinstitutes für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ); Tilo Knoche, Geschäftsführer Ernst Klett Verlag GmbH; Aydan Özoguz MdB, Mitglied der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“; Prof. Dr. Christian Spannagel, Pädagogische Hochschule Heidelberg; Moderation: Prof. Dr. Markus Ritter, Rhein-Ruhr Universität Bochum, 11 bis 12.15 Uhr,
Halle 16, Stand E24, Forum Bildung
17. Februar 2012
Cybermobbing, Referentin: Gundula Kienel-Hemicker, 16 bis 16.45 Uhr,
Convention Center (CC), Saal 108/109
Anmeldung
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