Diskussionsveranstaltung: Urheberrecht in der digitalen Kreativwirtschaft Kongress/Event

Inwieweit sind die Bestimmungen des Urheberrechts noch zeitgemäß? Was muss geändert werden? Die Kreativschaffenden Baden-Württembergs sind herzlich dazu eingeladen, sich zu diesem Thema zu Wort zu melden.

Veranstaltungsdatum

Beginn10.12.2014 16:00 Uhr Ende10.12.2014 20:00 Uhr

Veranstalter

Ministerium für Finanzen und Wirtschaft BW, SEZ, Hochschule der Medien und MFG BW

Veranstaltungsort

Staatsgalerie Stuttgart - Vortragssaal
Konrad-Adenauer-Straße 30-32
70173 Stuttgart

Zielgruppe

Branchen- und Interessensvertreter, Rechtsexperten sowie Kreativschaffende
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Ein modernes Urheberrecht soll die Potenziale der digitalen Welt stärken und ein faires Einkommen für die Kreativschaffenden sichern. Gleichzeitig müssen die Nutzer Klarheit über die legale Nutzung von Inhalten erhalten. Inwieweit sind die Bestimmungen des Urheberrechts noch zeitgemäß? Was muss geändert werden?

In einem viel beachteten Interview äußerte Vinton G. Cerf, einer der Gründungsväter des Internets, urheberrechtliche Konflikte im Netz seien gewissermaßen vorprogrammiert. Technisch basiere das Netz auf dem Kopieren von Dateien und damit auf einer Handlung, die auf Grundlage des traditionellen, vornehmlich auf physische Werke zugeschnittenen Urheberrechts von der Zustimmung des Rechteinhabers abhänge. Daher bestehe Reformbedarf. Ansätze, wie den veränderten technischen Vorzeichen und Nutzungsgewohnheiten Rechnung getragen werden kann, gibt es auf unterschiedlicher Ebene. Die Europäische Kommission untersucht den Anpassungsbedarf des unionsrechtlichen Rahmens aktuell ebenso, wie eine weitere Urheberrechtsreform Thema in der Bundepolitik ist. Für die Kreativwirtschaft nicht unbedeutend sind auch alternative Modelle, etwa die auf den Harvard-Rechtsprofessor Lawrence Lessig zurückgehende Creative-Commons-Initiative.

Aufgabe des Urheberrechts in der digitalen Ära ist es, Forderungen von Kreativschaffenden, Branchenverbänden, Verwertern, Nutzern und Verbraucherschützern in Ausgleich zu bringen. Das ist umso schwieriger, als die voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung in immer kürzeren Abständen neue Publikations- und Nutzungsszenarien hervorbringt, die ein neues Regelwerk sachgerecht adressieren muss.

Verschiedene Ansätze zur Weiterentwicklung des Rechtsrahmens in der digitalen Kreativwirtschaft sollen in der Diskussionsveranstaltung aufgezeigt und mit Branchen- und Interessensvertretern, Rechtsexperten sowie Kreativschaffenden diskutiert werden. Die Veranstalter möchten ein aktuelles Meinungsbild einholen, das dann auch in die Abstimmungen zur Weiterentwicklung des gesetzlichen Rahmens einfließen wird.

Programm

- Diskussions-Arena

Referenten:
- Alvar Freude, Freiberuflicher Softwareentwickler
- Dr. Georg Nolte, Justiziar, Google
- Prof. Dr. Rolf Schwartmann, Leiter, Wissenschaftler, Dozent, Kölner Forschungsstelle für Medienrecht
- Dr. Carsten Ulbricht, Rechtsanwalt, Bartsch Rechtsanwälte
- Dirk von Gehlen, Leiter Social Media / Innovation, Süddeutsche Zeitung

Moderation:
- Prof. Dr. Tobias Keber, Hochschule der Medien

Co-Moderation:
- Hendrikje Brüning, Hochschule der Medien


- Get-Together

Anmeldung

Die Anmeldung ist bis zum 05. Dezember 2014 über dieses Formular erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Veranstaltung kann nicht über die MFG gebucht werden